Lebensversicherung

Wenn Sie für Ihre Hinterbliebenen eine Absicherung nach dem Tod haben möchten, können Sie den Schutz über eine Lebensversicherung sicherstellen. Eine Lebensversicherung zahlt im Todesfall eine hohe, individuell vereinbarte Versicherungssumme an die Nachfahren oder andere bezugsberechtigte Personen aus.

Arten der Lebensversicherung

Es existiert zum einen die Risikolebensversicherung und zum anderen die Kapitallebensversicherung.

Wird nur eine Todesfallleistung mit dem Versicherungsschutz benötigt, beantragen Sie das über die sogenannte Risikolebensversicherung. Die Beiträge sind oft ziemlich gering, da sie nicht zusätzlich für die Altersvorsorge Geld ansparen muss.

Neben der Todesfallabsicherung können Sie zusätzlich eine Ablaufleistung ansparen. Das angesammelte Kapital wird zum Ende des Vertrages, meist im Rentenalter, fällig und muss an den Versicherungsnehmer ausgezahlt werden, sofern der Tod nicht vorher eingetreten ist. Eine Lebensversicherung mit einem Sparanteil nennt man dann Kapitallebensversicherung.

Zusatzbausteine in der Lebensversicherung

Für Lebensversicherungen gibt es Zusatzbausteine, worüber Sie weitere Gefahren mit einschließen können. Neben dem Todesfallschutz ist es dadurch möglich eine Absicherung bei einer Berufsunfähigkeit einzuschließen.

Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage sind, einen Beruf auszuüben, erhalten Sie eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente aus diesem Zusatzschutz. Aufgrund von Krankheiten oder unvorhergesehenen Unfällen können Sie so Ihr bisheriges Einkommen extra absichern.

Eine eingeschlossene Hinterbliebenenrente leistet entsprechend eine monatliche Zahlung an die Nachkommen, sobald die versicherte Person verstirbt.

Daneben dürfen Sie bei vielen Tarifen die Risikolebensversicherung in eine Kapitallebensversicherung umtauschen. Der Umtausch muss innerhalb der ersten zehn Versicherungsjahre vollzogen werden. Für den Abschluss der Kapitallebensversicherung ist dann eine erneute Gesundheitsprüfung nicht notwendig.

Schutz über die Risikolebensversicherung

Die Risikolebensversicherung bietet einen Schutz für den Todesfall. Verstirbt die versicherte Person, wird die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt. Die Höhe der Todesfallsumme kann der Versicherungsnehmer bei der Antragsaufnahme selber bestimmen.

Da bei der Risikolebensversicherung nur das Todesfallrisiko abgedeckt wird, ist der Versicherungsbeitrag im Vergleich zu der Kapitallebensversicherung, wo noch ein Sparanteil enthalten ist, wesentlich geringer. Es besteht jedoch die Möglichkeit zusätzlich eine Form der Hinterbliebenen- und Berufsunfähigkeitsversicherung in die Risikolebensversicherung mit einzuschließen.

Leistungen der Risikolebensversicherung

Tritt der Tod einer versicherten Person während der Vertragslaufzeit ein, wird die Todesfallsumme von der Versicherung ausgezahlt. Ist am Ende der Versicherungslaufzeit die versicherte Person noch nicht verstorben, erlischt die Risikolebensversicherung ohne die Auszahlung einer Leistung. Hohe Versicherungssummen können bereits ab einem sehr günstigen monatlichen Beitrag abgesichert werden. Mit den Beiträgen wird nur das Todesfallrisiko abgedeckt, was eine Leistung nach Ende der Laufzeit ausschließt.

Was bietet die Kapitallebensversicherung?

Eine Kapitallebensversicherung bietet eine Absicherung für zwei verschiedene Fälle. Zum einen zahlt die Versicherung genau wie bei der Risikolebensversicherung eine Todesfallsumme aus, wenn die versicherte Person vor Ablauf der Vertragslaufzeit verstirbt.

Zum anderen enthalten die Versicherungsbeiträge für die Kapitallebensversicherung zusätzlich einen Sparanteil. Mit dem Sparanteil wird ein Vermögen gebildet, das am Ende der Vertragslaufzeit in einem Betrag ausgezahlt wird.

Eine Kapitallebensversicherung dient daher meist auch für die Absicherung von Immobilienfinanzierungen. Der Versicherungstarif wird dann entsprechend so kalkuliert, dass das Immobiliendarlehen am Ende der Laufzeit oder bei frühzeitigem Tod komplett getilgt werden kann.

Was ist grundsätzlich nicht versichert?

Die Lebensversicherung kann die Leistungen einschränken, wenn zum Beispiel der Tod aufgrund folgender Gegebenheiten eingetreten ist:

  • Kriegsereignisse (Auszahlung des Zeitwerts zum Todeszeitpunkt)
  • Selbsttötung innerhalb der ersten drei Versicherungsjahre
  • Tod im vorsätzlichen Zusammenhang mit chemischen, biologischen oder atomaren Waffen

Kriegsereignisse sind nur dann mitversichert, wenn sie im Ausland stattgefunden haben und die versicherte Person daran nur passiv beteiligt war. Bei einem Krieg im Inland würden ansonsten zu viele Schadenfälle auf einmal eintreten und zur Insolvenz der Versicherung führen.

Bei einem Selbstmord innerhalb der ersten drei Versicherungsjahre besteht nur dann der Versicherungsschutz in der Risikolebensversicherung, wenn der versicherten Person eine geistliche, krankhafte Störung anerkannt wird. Nach drei Versicherungsjahren zahlen die meisten Versicherungen nahezu ausnahmslos die vereinbarte Versicherungssumme bei einem Selbstmord aus.

Vorläufiger Versicherungsschutz

Lebensversicherungen bieten einen kostenlosen vorläufigen Versicherungsschutz solange der eigentliche Versicherungsschutz noch nicht begonnen hat. Der vorläufige Versicherungsschutz beginnt, sobald der Versicherungsantrag bei dem Versicherungsunternehmen eingegangen ist.

Kommt es während des vorläufigen Versicherungsschutzes zu einem Todesfall der versicherten Person, wird die beantragte Versicherungssumme unter folgenden Bedingungen ausgezahlt:

  • Versicherte Person ist unter 70 Jahre alt
  • Erste Beitrag wurde bereits gezahlt oder eine Einzugsermächtigung liegt vor
  • Versicherungsbeginn muss innerhalb von zwei Monaten sein
  • Antrag darf nicht von den standardisierten Bedingungen abweichen

Der vorläufige Versicherungsschutz ist ausgeschlossen, wenn der Tod aufgrund von Selbstmord, Kriegsereignisse oder bereits bestehenden Krankheiten, die bei der Gesundheitsprüfung abgefragt wurden, ausgelöst wurde. Desweiteren erlischt der vorläufige Versicherungsschutz, wenn der Lastschrifteinzug nicht vollzogen werden konnte, der Antrag abgelehnt oder widersprochen wurde.

Überschussbeteiligung bei Vertragsfälligkeit

In der Lebensversicherung werden die Versicherten an den erwirtschafteten Überschüssen der Versicherung beteiligt. Überschüsse können aufgrund von verschiedenen Gegebenheiten entstehen.

Das Zustandekommen einer Überschussbeteiligung kann unterschiedliche Ursachen haben. Die Lebensversicherung kalkuliert die Versicherungsbeiträge aufgrund Statistiken von Sterbefällen. Wurden weniger Sterbefälle verzeichnet, als kalkuliert wurde, entsteht ein Überschuss. Weiterhin können Erträge aus Kapitalanlagen als Überschussbeteiligung verwendet werden.

Die Überschussanteile werden in der Risikolebensversicherung meist als zusätzlicher Bonus im Todesfall ausgezahlt. Dies ist der sogenannte Todesfallbonus. In der Kapitallebensversicherung werden die Überschüsse zusammen mit der Ablaufleistung vergütet.

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