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Unfallversicherung ohne Gesundheitsfragen

Ratgeber > Unfallversicherung


In der privaten Unfallversicherung werden Risiken abgesichert, die aufgrund eines Unfalls entstehen können. Ist ein Unfall entstanden und die versicherte Person trägt eine dauerhafte Gesundheitsschädigung davon, wird die vereinbarte Versicherungssumme ausgezahlt. Vor der Antragstellung stellt sich daher oft die Frage, ob eine Gesundheitsprüfung notwendig ist.


Warum ohne Gesundheitsfragen?
Die private Unfallversicherung erbringt nur dann eine Versicherungsleistung, wenn die versicherte Schädigung auch durch einen Unfall passiert ist. Bei einem Unfall sind die bereits vorhandenen gesundheitlichen Einschränkungen meistens unerheblich bzw. nicht ausschlaggebend. Aus diesem Grund werden private Unfallversicherungen im Normalfall ohne Gesundheitsfragen angeboten.

Beispiel:
Die versicherte Person hatte bereits vor der Antragstellung einen Bandscheibenvorfall. Während der Vertragslaufzeit wird die versicherte Person im Straßenverkehr in einen Autounfall verwickelt und zieht sich eine schwere Invalidität zu. Der Bandscheibenvorfall hatte keinen Einfluss auf den Autounfall und war für den Versicherungsfall nicht ausschlaggebend. Auch andere Vorerkrankungen haben nur in sehr seltenen Fällen einen Einfluss auf Unfälle, so dass die Unfallversicherungen auf die Beantwortung von Gesundheitsfragen verzichten.

Einzig bei einer bereits bestehenden Invalidität kann die Versicherungsleistung im Schadensfall anteilig gekürzt werden. Die Invalidität muss allerdings nicht bei der Antragstellung angegeben werden, da die Unfallversicherung erst im Versicherungsfall eine vorher bestehende Invalidität genau prüft und während der Vertragslaufzeit die anderen Körperteile über die Gliedertaxe voll absichert.


Nicht versicherbare Personen
Manche Versicherungen bieten den Versicherungsschutz für besonders gefährliche Berufstätigkeiten leider nicht an. In solchen Fällen handelt es sich um Berufe, in denen die versicherte Person besonderen Gefahren ausgesetzt ist und das Risiko entsprechend erhöht ist. Daher kann für den folgenden Personenkreis in der Regel kein Versicherungsschutz geboten werden, während die Tätigkeit ausgeübt wird:

  • Tätigkeit mit explosiven Stoffen
  • Artisten
  • Tierbändiger
  • Taucher
  • Piloten
  • Rennfahrer
  • Tätigkeit Sondereinsatzkommando (SEK / GSG9)
  • Einsatz für die Bundeswehr


In der Freizeit und für andere Aktivitäten besteht für die versicherten Personen jedoch die Deckung über die Unfallversicherung.


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