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Unfallversicherung wechseln

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Für versicherte Personen, die vor mehreren Jahren eine Unfallversicherung abgeschlossen haben, kann einst der Tag kommen, an dem man sich Gedanken über die Höhe der Beiträge macht. Nach ein paar Jahren kann es nämlich sein, dass neue Tarife auf den Versicherungsmarkt gekommen sind und diese wesentlich preiswerter im Vergleich zu den Alttarifen sind.


Wann kann man die Unfallversicherung kündigen?
Wenn man die Unfallversicherung wechseln möchte, ist es in erster Linie wichtig, dass man die Mindestvertragslaufzeit (1 bis 3 Jahre) erfüllt hat und die Kündigungsfristen einhält. Nur dadurch ist es möglich, dass man den Wechsel wirksam zu dem gewünschten Termin durchführen kann.

In der privaten Unfallversicherung beläuft sich die Kündigungsfrist auf 3 Monate. Der Wechsel ist immer erst zum Ablauf des aktuellen Versicherungsjahres möglich. Ein Versicherungsjahr endet immer einen Tag vor dem erstmaligen Versicherungsbeginn. Begann der Vertrag zum Beispiel am 01. August 2005, kann man zum 31. Juli der folgenden Jahre kündigen und den Tarif wechseln.


Ist eine bestehende Invalidität relevant?
Hat man nach einem Unfall aus dem bestehenden Versicherungsvertrag bereits Leistungen aufgrund einer Invalidität bezogen, ist bei einem Wechsel eine anerkannte Vorinvalidität bereits vorhanden. Man könnte denken, dass dies Auswirkungen auf den Versicherungsschutz haben könnte. Doch welche Bestimmungen würden dann sowohl für die aktuelle als auch für eine neue Unfallversicherung überhaupt gelten?

Sobald eine Vorinvalidität existiert, können zukünftige Leistungen infolgedessen nicht mehr in Anspruch genommen werden. Bei einer frischen Leistungsberechnung wird der gegenwärtige Invaliditätsgrad entsprechend abgezogen. Dieses Vorgehen gilt nicht nur bei einer möglichen neuen Unfallversicherung, sondern auch dann, wenn man bei der alten Versicherung verbleibt.

Beispiel:

Versicherungssumme: 100.000,- Euro
Invalidität nach Unfall: 60 Prozent
Vorinvalidität: 20 Prozent

Gesamter Invaliditätsgrad: 40 Prozent; Entschädigungsleistung: 40.000,- Euro

Es stimmt also, dass momentane, körperliche Einschränkungen für die Leistungserbringung relevant sind. Die Vorinvalidität wird dabei einfach vom festgestellten Invaliditätsgrad abgezogen. Wenn man die Versicherung wechseln möchte, hat man bei gleichwertigen, neuen Tarifen aber denselben Leistungsanspruch wie bei dem alten Tarif.


Kann sich ein Wechsel lohnen?
Ob sich ein Wechsel für Versicherte lohnt ist von den persönlichen Umständen abhängig. Für viele Kunden ist eine Umänderung erst dann lohnenswert, wenn man Einsparungen bei den Beiträgen haben kann. Vor allem, wenn man damals an einen teuren Tarif gelangt ist, kann es sich für die versicherten Personen lohnen.

Ältere Versicherungstarife können auf anderen Grundlagen berechnet worden sein. So ist es beispielsweise möglich, dass das Versicherungsunternehmen bei der Kalkulation der Beiträge von mittlerweile veralteten Statistiken ausgegangen ist. Durch einen aktuellen Versicherungsvergleich kann man also überprüfen, ob man Einsparpotentiale bei den neuen Unfalltarifen hat.


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