Gesetzliche Krankenversicherung

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gilt das sogenannte Solidaritätsprinzip. Demnach zahlt jeder einen prozentualen Betrag von dem monatlichen Einkommen ein. Anders als in der privaten Krankenversicherung bekommt jedes versicherte Mitglied im Grunde die gleichen Leistungen. Jeder Krankenkasse steht es aber offen, gewisse Zusatzleistungen anzubieten.

Zu dem gesetzlich festgelegten Bruttobeitragssatz kommt noch der Beitrag für die Pflegepflichtversicherung hinzu. Für Selbstständige besteht die Möglichkeit den Beitragssatz unter Ausschluss eines Krankentagegelds zu verringern.

Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen gibt es in der gesetzlichen Krankenversicherung einen Mindestumfang an Versicherungsleistungen. Jede Krankenkasse muss diese Leistungen den versicherten Mitgliedern bieten. Zusätzlich ist es noch möglich bestimmte Behandlungen und Krankheitskosten zu erstatten.

Jede gesetzliche Krankenkasse muss gesetzlich festgeschriebene Mindestleistungen erbringen. Der Leistungskatalog umfasst folgende Leistungen:

  • Arzneimittel
  • Heil- und Hilfsmittel
  • Psychotherapie
  • Rehabilitation
  • Krankentagegeld
  • Häusliche Krankenpflege
  • Haushaltshilfe
  • Maßnahmen zur Früherkennung von Krankheiten
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Palliativversorgung
  • Künstliche Befruchtung
  • Leistungen während einer Schwangerschaft
  • Mutterschaftsgeld
  • Ambulante Transportkosten
  • Soziotherapie
  • Zahnärztliche Leistungen

Nähere Informationen zu dem Leistungskatalog in der gesetzlichen Krankenversicherung bietet das Bundesgesundheitsministerium. Dort werden nähere Beschreibungen und der genaue Umfang zu den einzelnen Leistungen erläutert.

Aufgrund flexibler Leistungserweiterungen kann der Wettbewerb zwischen den Krankenkassen aufrecht gehalten werden. Als GKV-Versicherter kann man so wählen, welche Leistungen für jemanden persönlich am wichtigsten sind. Viele legen zum Beispiel Wert auf umfangreiche Behandlungen für Naturheilverfahren, andere wiederum möchten bestimmte Gesundheitskurse und Reisen in Anspruch nehmen. Ein Vergleich verschiedener guter Krankenversicherungen kann dabei helfen den eigenen Favoriten zu finden.

Was wird nicht erstattet?

Die gesetzliche Krankenversicherung bietet in der Regel keinen Versicherungsschutz für folgende Behandlungen:

  • Ein- oder Zweibettzimmer
  • Chefarztbehandlungen
  • Sehhilfen ab einem Alter von 18 Jahren
  • Kieferorthopädie ab einem Alter von 18 Jahren
  • Heilpraktiker
  • Behandlungen über dem Höchstsatz der Gebührenordnung für Ärzte

Was kann mitversichert werden?

Neben den Standardleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung können zusätzliche Leistungen über eine private Krankenzusatzversicherung eingeschlossen werden. Eine Krankenzusatzversicherung bietet spezielle Leistungen im ambulanten, stationären und zahnärztlichen Bereich, die normalerweise über die Krankenkassen nicht versichert sind:

  • Sehhilfen
  • Heilpraktiker und Naturheilverfahren
  • Ein- und Zweibettzimmer
  • Chefarztbehandlung
  • Erhöhung der Erstattung für Zahnersatz
  • Erstattung für Implantate und Inlays
  • Leistungen für professionelle Zahnreinigungen
  • Pflegetagegeld
  • Übernahme der Praxisgebühr
  • Krankentagegeld für Selbstständige
  • Freie Krankenhauswahl
  • Erstattung über der Gebührenordnung für Ärzte

Zusatzbeiträge und Geldprämien

In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es einen einheitlichen Beitragssatz, der von jedem Mitglied getragen werden muss. Bei einem Vergleich muss daher in erster Linie nicht aufgrund der Höhe des Beitrags die Krankenkasse ausgesucht werden.

Laut gesetzlichen Richtlinien ist es in der GKV allerdings gestattet einen Zusatzbeitrag zu erheben. Diesen Zusatzbeitrag müssen die Versicherten alleine zahlen. Wer möglichst wenig Kosten selber tragen möchte, sollte sich eine Krankenkasse auswählen, die entsprechend keinen zusätzlichen Beitrag verlangt.

Krankenversicherungen ist es auch gestattet eine Prämie an die Versicherten auszuzahlen. Solche Prämien sind unabhängig von einem zusätzlichen Bonusprogramm. Prämienzahlungen kommen meist dann vor, wenn besonders wenig Leistungen von den Mitgliedern in Anspruch genommen wurde. Dadurch sind für die Krankenkasse kaum Kosten entstanden und die Überschüsse können in Geldprämien ausgezahlt werden. In der Regel sind die Mitglieder in einem solchen Fall noch relativ jung und gesund.

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