Kündigung durch den Versicherer in der Kfz-Versicherung

Wurde Ihre Kfz-Versicherung gekündigt? Grundsätzlich haben die Versicherer dazu das Recht, wenn zum Beispiel Beiträge nicht gezahlt wurden oder ein Schaden entstanden ist. In einem solchen Fall brauchen Sie dringend eine neue Kfz-Versicherung, um eine Zwangsabmeldung durch das Ordnungsamt zu vermeiden. Finden Sie eine gute Alternative in unserem Vergleich und beantragen Sie die Kfz-Versicherung online. Die neue Versicherungsbestätigung geht dann automatisch an Ihre Zulassungsstelle.

Ordentliches Kündigungsrecht

Eine ordentliche Kündigung durch den Versicherer ist identisch mit dem Kündigungsrecht der Kunden. Hierbei kann der Vertrag zum Ende des Versicherungsjahres mit einer einmonatigen Kündigungsfrist aufgehoben werden.

Bei einer Kündigung des vorläufigen Versicherungsschutzes wird die Deckung nach zwei Wochen ab Eingang der Mitteilung unwirksam.

Diese Form der Vertragsaufhebung kommt zum Beispiel vor, wenn die Beiträge unregelmäßig gezahlt werden oder eine negative Bonitätsauskunft vorliegt. Die Versicherer greifen jedoch öfters auf das außerordentliche Kündigungsrecht zurück, da hierbei die Beendigung auf eine aktuelle Situation bezogen ist.

Außerordentliches Kündigungsrecht

Neben der ordentlichen Kündigung haben Versicherungsunternehmen auch außerordentliche Kündigungsgelegenheiten.

Kündigung nach einem Versicherungsfall

Hat der Versicherungsnehmer oder eine versicherte Person einen Unfall herbeigeführt, wurde dadurch ein Versicherungsfall ausgelöst. Nach Überprüfung des Schadens teilt der Versicherer die Entscheidung über die Höhe der Entschädigung dem Versicherungsnehmer mit. Ab dem Augenblick, wo die Benachrichtigung zugegangen ist, kann die Versicherungsgesellschaft den Vertrag innerhalb eines Monats kündigen. Die Aufhebung wird dann nach Ablauf von einem Monat wirksam.

Nichtzahlung des Folgebeitrags

Eine wichtige Obliegenheit der Kunden ist die Zahlung der Versicherungsbeiträge. Unterlassen Sie die Zahlung eines Beitrags, bewirken Sie damit einen Zahlungsrückstand. Die Autoversicherung schickt dann meist zeitnah eine Mahnung an den Kunden raus, woraufhin Sie als Versicherungsnehmer reagieren sollten, damit der Versicherungsschutz nicht gefährdet wird.

Die Kfz-Versicherung räumt dem Versicherungsnehmer eine zweiwöchige Frist ein, in der die Schuld beglichen werden kann. Gelegentlich können zudem noch Verzugskosten oder Zinsen anfallen. Werden die Rückstände nicht innerhalb der Frist gezahlt, kann die Versicherung den Vertrag mit sofortiger Wirkung auflösen. Zukünftige Schäden werden von der Autoversicherung dann nicht mehr erstattet. Der Versicherungsnehmer kann jedoch die Rückstände innerhalb eines Monat bezahlen und dadurch den Versicherungsschutz für die Zukunft wieder aufleben lassen.

Verkauf oder Zwangsversteigerung

Haben Sie ein Auto an einen Dritten verkauft, muss dies der Kfz-Versicherung unverzüglich mitgeteilt werden. Normalerweise geht der Versicherungsschutz bei einem Autokauf automatisch auf den Käufer über. Der Versicherer kann jedoch dem Erwerber innerhalb eines Monats kündigen, wenn das Risikoprofil nicht versicherbar ist. Zum Beispiel aufgrund der Bonität. Nach Ablauf einer einmonatigen Kündigungsfrist wird die Vertragsaufhebung wirksam.

Änderungen am Fahrzeug

Risikorelevante Veränderungen, die am Fahrzeug durchgeführt werden, müssen dem Versicherer angezeigt werden. Dazu zählen zum Beispiel Änderungen der Motorleistung, des Hubraums oder auch optische Modifikationen. Nachdem die Umgestaltung der Autoversicherung angezeigt wurde, kann der Vertrag theoretisch sofort gekündigt werden. Hiervon machen die Versicherer allerdings vorwiegend keinen Gebrauch, sofern die Änderung kein allgemeines Ausschlusskriterium ist.

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