Ihr Sonderkündigungsrecht in der Kfz-Versicherung

Mit Ihrem Sonderkündigungsrecht haben Sie die Chance, zu einer günstigeren Kfz-Versicherung zu wechseln, ohne die normale Kündigungsfrist abzuwarten. In welchen Fällen Sie eine Sonderkündigung aussprechen können, lesen Sie in diesem Fachartikel. Über einen Online-Versicherungsvergleich können Sie sogar direkt Ihre Einsparung bei der neuen Versicherung berechnen.

Übersicht der Kündigungsgründe

Neben dem ordentlichen Kündigungsrecht zum Jahresende hat jeder Versicherungsnehmer in bestimmten Situationen die Wahl eine Autoversicherung zu kündigen. Die zulässigen Gründe sind bedingungsgemäß festgelegt. Damit Sie von dem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen können, müssen Sie sich an die vorgeschriebenen Fristen halten. Nach Eintritt der folgenden Ereignisse ist eine Sonderkündigung möglich:

  • Schadensfall
  • Fahrzeugverkauf
  • Kfz-Zwangsversteigerung
  • Beitragserhöhung
  • Vertragsänderung durch Versicherer
  • Änderung der Fahrzeugverwendung

Eine Vorlage für die Versicherungskündigung finden Sie hier.

Kündigungsoption nach einem Schadensfall

Wenn Sie die Kfz-Versicherung für einen verursachten Schaden in Anspruch nehmen müssen, bekommen Sie als Versicherungsnehmer ein außerordentliches Kündigungsrecht. Nach Prüfung des Schadens gibt der Versicherer Auskunft darüber, wie hoch die Erstattungsleistung sein wird. Nachdem etwaige Verhandlungen über die Entschädigung abgeschlossen sind, haben Sie das Recht innerhalb eines Monats die Kündigung auszusprechen. In der Kfz-Haftpflichtversicherung beginnt die einmonatige Frist zu laufen, sobald der Versicherer mitgeteilt hat, ob überhaupt eine Zahlungsverpflichtung besteht und ob die Kosten hierfür übernommen werden.

Die Autoversicherung können Sie dann nach einem Schadensfall entweder sofort oder zu einem späteren Termin kündigen. Der späteste Termin ist allerdings das Ende des aktuellen Versicherungsjahres.

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Kündigung bei Verkauf und Zwangsversteigerung

Bei einem Verkauf des Fahrzeugs durch den Eigentümer oder bei einer Abnahme aufgrund einer Zwangsversteigerung gibt es Besonderheiten für den Versicherungsschutz. Die bestehende Kfz-Versicherung geht in diesen Fällen automatisch auf den Käufer über. Der Erwerber hat nach dem Autokauf innerhalb eines Monats allerdings Zeit, die Versicherung zu übernehmen oder zu kündigen. Erfährt der Käufer erst später von einer bestehenden Autoversicherung, beginnt die Kündigungsfrist ab diesem Zeitpunkt zu laufen.

Das Sonderkündigungsrecht kann aber auch umgangen werden, in dem der Erwerber einfach eine neue Versicherung abschließt und die Versicherungsbestätigung bei der Kfz-Zulassungsbehörde bei der Ummeldung vorlegt. Der vorherige Versicherungstarif wird dann automatisch beendet, ohne dass eine Kündigung notwendig ist.

Im Rahmen des Sonderkündigungsrechts bei einem Autoverkauf gibt es jedoch auch eine Ausnahmeregelung. Wird das Kfz verkauft und die Versicherung von dem Käufer übernommen, gehen nicht alle Vertragsteile auf den Erwerber über. So bleibt üblicherweise die Kfz-Unfallversicherung im Besitz des Verkäufers. Ist der Versicherungsschutz über die Unfallversicherung nicht mehr gewünscht, müssen Sie diese separat kündigen.

Sonderkündigung bei Beitragserhöhung

Wurde Ihr Versicherungsbeitrag erhöht? Auch dann haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Sobald Sie die Mitteilung über die Beitragserhöhung bekommen, haben Sie einen Monat Zeit, den Vertrag zu kündigen. Der Kündigungstermin ist der Tag, zu dem die Erhöhung eintreten soll. Vor allem bei Autoversicherungen kann sich dann ein Tarifwechsel lohnen, um Beitrag zu sparen. Berechnen Sie hier die Alternativen und wechseln Sie die Autoversicherung:

Vertragsänderung durch Versicherer

Bei dem Abschluss eines Versicherungsvertrages haben Sie sich bestimmte Konditionen im Rahmen der Abdeckung gesichert. So sind zum Beispiel die Beiträge, Versicherungsbedingungen und Tarifstrukturen festgesetzt worden. Erfolgt während der Vertragslaufzeit eine Änderung beziehungsweise Verschlechterung dieser Konditionen, ist jeder Person ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt.

Unter Tarifstrukturen versteht man Berechnungsgrundlagen wie die Schadenfreiheitsklassen, Regional- und Typklassen, jährliche Fahrleistung und andere Merkmale. Nimmt der Versicherer hier Änderungen vor, haben Sie immer die Möglichkeit einer solchen Umgestaltung zu widersprechen und den Vertrag aufzuheben. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn der Versicherer die Prozentsätze der Schadenfreiheitsklassen ändert:

Bisher Jetzt
Schadenfreiheitsklasse: SF 8 SF 8
Prozentsatz der SF-Klasse: 50% 55%
Beitrag: 20,- € 21,- €

Bei jeglichen Änderungen der Tarifmerkmale können Sie den Vertrag kündigen. Dabei müssen Sie innerhalb eines Monats nach Erhalt der Änderungsmitteilung Ihr Sonderkündigungsrecht nutzen. Die Aufhebung der Kfz-Versicherung wird dann zum Änderungstermin wirksam.

Änderung der Fahrzeugverwendung

Zu guter Letzt haben Sie ein Sonderkündigungsrecht, wenn sich die Art und Verwendung Ihres Fahrzeugs verändert. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn Sie einen Lkw zu einem Wohnmobil oder einen Pkw zu einem Lkw umrüsten. Die Kfz-Versicherung darf nach der Ummeldung den Vertrag kündigen oder den Versicherungsbeitrag anpassen. Sofern Ihr Beitrag um mehr als 10 Prozent steigt, dürfen auch Sie den Vertrag kündigen. Sie können Ihr Sonderkündigungsrecht innerhalb eines Monats nach Erhalt der Beitragserhöhung aussprechen. Die Kündigung wird dann ohne Einhaltung einer Frist sofort wirksam.

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