Aus diesem Grund dürfen Sie die Kfz-Versicherung vorzeitig kündigen

Nachdem Sie sich ein Auto gekauft und es für die öffentlichen Straßen zugelassen haben, kann es aufgrund plötzlich eintretender persönlicher oder auch finanzieller Umstände passieren, dass Sie die Kfz-Versicherung frühzeitig wieder auflösen möchten.

Gründe für eine gewollte, vorzeitige Kündigung sind oft auf die allgemeine Unzufriedenheit, Leistungseinschränkungen oder Mangel am Service zurückzuführen. Wenn Sie schon mal länger als zehn Minuten in der Warteschleife vom Telefonservice gewartet haben, kann das die eigenen Nerven als Kunde schon sehr strapazieren.

Wann können Sie vorzeitig kündigen?

Eine Aufhebung eines Kfz-Versicherungsvertrags ist normalerweise immer erst zum Ende des Versicherungsjahres möglich. Zusätzlich müssen Sie noch die einmonatige Kündigungsfrist einhalten, damit die Vertragsaufhebung überhaupt wirksam ist. Es gibt allerdings auch Ausnahmen, in denen Sie die Autoversicherung vorher kündigen dürfen.

Aufhebung bei Außerbetriebsetzung

Die Auflösung des Versicherungsvertrags ist beispielsweise möglich, wenn Sie das Kraftfahrzeug nicht mehr nutzen und bei der Zulassungsbehörde abmelden. Da das Fahrzeug zukünftig nicht gebraucht wird, muss auch die Versicherung nicht weiter fortgeführt werden. Mit dem Tag der Kfz-Abmeldung erlischt dann der Versicherungsschutz oder geht gegebenenfalls in eine Ruheversicherung über. Sofern Sie dasselbe Fahrzeug innerhalb von 18 Monaten wieder anmelden, müssen Sie den Vertrag fortführen, wenn die normalen Kündigungsfristen nicht genutzt wurden.

Kündigung nach einer Beitragserhöhung

Alternativ können Sie vorzeitig kündigen, wenn eine Beitragserhöhung bei Ihnen eingegangen ist. Zumeist erfolgen Änderungen am Beitrag zum Ende eines Kalenderjahres. Nach Erhalt der Beitragserhöhung dürfen Sie innerhalb von 4 Wochen die Kündigung an die Versicherung schicken.

Zum Jahresende werden viele Autos in eine neue Typ- und Regionalklasse eingeteilt. Dies kann dann Auswirkungen auf die Preise haben. Die Beitragsanpassungen können aber auch innerhalb des Jahres erfolgen. Denn oftmals spielt dann auch der Schadenverlauf des Versicherungskonzerns eine wichtige Rolle.

Tarifwechsel nach einem Unfall

Die dritte Möglichkeit einer vorzeitigen Kündigung besteht im Rahmen eines eingetretenen Schadens. Nach einem Schadensfall haben Sie das Recht den Tarif innerhalb von 4 Wochen aufzuheben und zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

Nähere Informationen zu den Aufhebungs- und Wechselmöglichkeiten finden Sie auch unter dem Thema Sonderkündigungsrecht und Kfz-Versicherungswechsel.

Wie erfolgt die Beitragsabrechnung?

Sofern Sie den Versicherungstarif vorzeitig gekündigt haben, bekommen Sie für zu viel gezahlte Beiträge Ihr Geld zurück. Der Vertrag wird dann zu dem Kündigungstermin einfach anteilig abgerechnet.

Der Kfz-Versicherer kann dafür im Normalfall einen höheren Beitrag von dem Versicherungsnehmer erheben. Die erhöhte Beitragsforderung darf jedoch nur verlangt werden, wenn der Vertrag insgesamt weniger als 12 Monate gelaufen ist.

Bei der Berechnung wird dann der eigentliche Jahresbeitrag als Grundlage genommen. Je nachdem wie lange der Vertrag gelaufen ist, können die Kosten für die Kfz-Versicherung im Regelfall prozentual nach folgender Tabelle erhoben werden:

Vertragslaufzeit Prozentsatz des Jahresbeitrags
bis zu 1 Monat 15%
bis zu 2 Monate 25%
bis zu 3 Monate 30%
bis zu 4 Monate 40%
bis zu 5 Monate 50%
bis zu 6 Monate 60%
bis zu 7 Monate 70%
bis zu 8 Monate 75%
bis zu 9 Monate 80%
bis zu 10 Monate 90%
länger als 10 Monate 100%
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