Erklärung zum Krankenhaustagegeld – Was ist das genau?

Ein Krankenhaustagegeld ist eine Geldleistung, die pro Tag mit dem Leistungsempfänger abgerechnet wird. So lange der Kunde in einer Klinik untergebracht ist, erhält er den festgesetzten Tagessatz. Im Normalfall ohne zeitliche Begrenzung. Die Leistung erfolgt in der Währung des Anspruchsberechtigten und wird üblicherweise per Überweisung oder Scheck ausgezahlt. Um ein solches Tagegeld erhalten zu können, ist die Deckung über eine Krankenhaustagegeldversicherung und der Nachweis für die Leistungspflicht notwendig.

Wann beginnt der Versicherungsschutz?

Die Absicherung über die Versicherung beginnt im Normalfall an dem im Versicherungsschein genannten Versicherungsbeginn. Sollte ein Antrag später gestellt und dann erst später eine Annahmebestätigung an den Kunden geschickt werden, ist dieses Datum für den Start der Deckung entscheidend. Sollte die Einlieferung in ein Hospital vor dem Versicherungsbeginn liegen, wird für diesen Zeitraum kein Geld ausgezahlt.

Ebenso müssen Sie bei dem Krankenhaustagegeld eine mögliche Wartezeit berücksichtigen. Erst nach Ablauf einer Wartezeit beginnt der Versicherungsschutz zu laufen. Der Zeitabschnitt fängt zum Versicherungsbeginn an und beträgt gewöhnlich 3 Monate. Sofern eine stationäre Unterkunft aber aufgrund eines Unfalls erforderlich wird, gilt diese Wartefrist nicht.

Daneben gibt es noch die besondere Wartezeit. Diese hat eine Frist von 8 Monaten und gilt für Ansprüche, die in Verbindung mit den folgenden Leistungen stehen:

  • Entbindung
  • Kieferorthopädie
  • Psychotherapie
  • Zahnbehandlung
  • Zahnersatz

Je nach Tarif können versicherte Personen einen Erlass der Wartezeiten beantragen. Versicherungsanbieter verlangen dafür im Allgemeinen ein ärztliches Zeugnis über das gesundheitliche Befinden des Kunden. Sollte der Untersuchungsbericht positiv ausfallen und der Gesundheitszustand gut sein, steht einem Verzicht der Wartezeiten eigentlich nichts im Wege.

Bei der Aufnahme in ein Bundeswehrkrankenhaus kann bei manchen Anbietern erst eine Leistungspflicht ab dem 7. Tag entstehen und gegebenenfalls nur die Hälfte des Tagegeldes beanspruchbar sein.

Eintritt des Leistungsfalls

Sofern man sich mit einem Krankenhaustagegeld abgesichert hat, entsteht für den Versicherer eine Leistungspflicht, wenn die versicherte Person im Krankenhaus eine stationäre Heilbehandlung durchführen lassen muss. Die Höhe des Krankenhaustagegelds ist dabei von dem vereinbarten Leistungsumfang und der Grundsicherung abhängig und kann bei Vertragsbeginn festgelegt werden.

Nachweis für die Auszahlung

Ist eine versicherte Person über Nacht in einem Krankenhaus, entsteht ab diesem Zeitpunkt ein Versicherungsfall. In einer solchen Situation muss der Versicherungsnehmer bestimmte Unterlagen einreichen, damit die Versicherungsgesellschaft die geforderte Auszahlung des Tagegelds ordentlich überprüfen kann.

Als Bescheinigungen reichen meist diese Dokumente aus:

  • Krankenhausrechnungen
  • Krankenhausentlassungsbericht

Die Auszahlung der Leistung wird fällig, sobald entsprechend notwendige Nachweise bei der Versicherungsgesellschaft eingereicht wurden. Der Entlassungsbericht muss unbedingt die Dauer des Aufenthalts und die genaue Diagnose des Patienten beinhalten. Das Geld wird dann in der Regel sofort oder innerhalb von 14 Tagen ausgezahlt.

In den Rechnungen muss der Name der behandelten Person, die Behandlungsdauer, eine Diagnose und die einzelnen Leistungen auffindbar sein. Der Krankenhausentlassungsbericht reicht jedoch in der Regel aus. Er beinhaltet den Beginn und das Ende des Krankenhausaufenthalts sowie den Aufenthaltsgrund.

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