Vorsorgeversicherung – Was ist das genau?

Im Rahmen der Haftpflichtversicherung sind Schäden versichert, die man als versicherte Person Dritten zufügt. In der Tierhalterhaftpflichtversicherung gilt dies entsprechend für versicherte Tiere. Der Versicherungsschutz kann sich dabei auf einzelne Individuen oder auf ein Kollektiv (zum Beispiel über die Familienversicherung) beziehen. Innerhalb einer Gruppe sind dann immer mehrere Personen oder Tiere mitversichert. In der Hausratversicherung ist in Bezug auf das viele häusliche Inventar grundsätzlich immer ein Kollektiv versichert.

Während der Vertragslaufzeit können weitere Personen und Tiere oder Hausrat hinzukommen, die in den Schutz eingeschlossen werden sollen. Dies kommt in der privaten Haftpflichtversicherung beispielsweise vor, nachdem ein Kind geboren wurde. In der Tierhalterhaftpflichtversicherung tritt die Erweiterung der Deckung auch in der Regel bei einer Geburt oder bei einem Zukauf eines weiteren Tieres auf. Bei der Hausratversicherung kommt es vor, wenn Sie beispielsweise ein neues Möbelstück kaufen.

Der Einschluss in den Versicherungsschutz erfolgt bei Haftpflichtversicherungen automatisch über die Vorsorgeversicherung. Die Deckung gilt dann sofort von Beginn an.

Wie hoch sind die Versicherungssummen?

Die Vorsorgeversicherung bietet eine Absicherung vor denselben Gefahren wie bei der normalen Haftpflicht- oder Hausratversicherung auch. Da der Schutz nur vorläufig gestattet wird, kann es teilweise vorkommen, dass es eine Begrenzung bei den Versicherungssummen gibt. Die Begrenzung gilt aber nur solange bis sich der Versicherungsnehmer mit der Versicherung über einen neuen Beitrag geeinigt hat. Die maximalen Entschädigungssummen können in der Vorsorgeversicherung demnach in etwa so aussehen:

  • 1 Mio. Euro für Personenschäden
  • 500.000,- Euro für Sachschäden
  • 20.000,- Euro für Vermögensschäden

Sofern der bestehende Versicherungstarif im Allgemeinen geringere Versicherungssummen aufweist, können die vorläufigen Entschädigungssummen entsprechend geringer sein.

Was ist nicht versichert?

In der Haftpflichtversicherung und Hausratversicherung gibt es auch Risiken, die nicht über die Vorsorgeversicherung abgedeckt werden können. Dazu zählen vor allem Risiken, die nicht länger als 12 Monate bestehen werden. Solche Risiken müssen separat über einen kurzfristigen Vertrag abgesichert werden.

Desweiteren sind jegliche Gefahren ausgeschlossen, die im Zusammenhang mit Kraft-, Luft- und Wasserfahrzeugen entstehen können. Hierfür gibt es spezielle Versicherungen, die solche Risiken abdecken.

Was müssen Sie sonst beachten?

Damit die Vorsorgeversicherung einen Schutz bieten kann, muss der Versicherungsnehmer seine Anzeigepflicht erfüllen. Neue Personen, Tiere oder Wohnungsinventar, die in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden sollen, müssen dabei frühzeitig angezeigt werden.

Die Versicherung fordert den Versicherungsnehmer im Normalfall mit Zusendung der Beitragsrechnung auf, neue Risiken anzuzeigen. Nach Erhalt der Rechnung müssen Sie dann spätestens innerhalb eines Monats eine eventuelle Leistungserweiterung der Versicherungsgesellschaft mitteilen, damit die Absicherung ausgeweitet werden kann.

Neue Risiken sind dann vorerst in der Vorsorgeversicherung versichert. Wenn man jedoch die Anzeigepflicht versäumt, wird die Deckung für die neuen Einschlüsse von Anfang an aufgehoben.

Nachdem eine Erweiterung der Hausrat- oder Haftpflichtversicherung mitgeteilt wurde, kann die Versicherung den Beitrag neu berechnen. Ist der Versicherungsnehmer mit der Höhe des Versicherungsbeitrags einverstanden, wird sogleich der volle Versicherungsschutz gewährt.

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